Aix ABC | #CeBIT2016 – Inspiriert zur Digitalisierung

Was haben CeBit und Digitalisierung gemeinsam? Es ist mehr als man auf den ersten Blick erkennt.

CeBIT 2016 – Trend zur Digitalisierung und Innovation

Wussten Sie schon, dass die CeBIT ein Akronym für Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation ist und ursprünglich Centrum der Büro- und Informationstechnik hieß?

Nein? Ich bis vor kurzem auch nicht. Wir nehmen viele Informationen oft einfach so wahr, ohne diese zu hinterfragen oder sich Gedanken darüber zu machen, was dahintersteckt. Das ist auch verständlich – denn heutzutage sind nicht die Informationen das knappe Gut, sondern die analytischen Fähigkeiten, diese Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Deswegen kommt das Motto von der CeBIT 2016 d!conomy: join – create – succeed schon das zweite Jahr im Folge mehr als gut an.

Mit diesem Topthema greift die CeBIT 2016 den mittlerweile allgegenwärtigen Digitalisierungstrend erneut auf. Im Mittelpunkt der digitalen Transformation steht der Mensch als Anwender und Gestalter. Das Netzwerken im Internet, neue Wertschöpfungsmöglichkeiten, disruptive Produkte, Geschäftsprozesse und Modelle sind dabei die Top-Themen auf der Messe.

Zahlen und Fakten rund um die Messe

Ganz im Sinne der Digitalisierung haben wir für Euch ein paar Fakten zu dem Event zusammengetragen:

Branche

Informationstechnik

Ausstellungsort

Messegelände Hannover

Website

www.cebit.de

Datum

14. März 2016 bis

18. März 2016

Dauer

5 Tage (Mo. – Fr.)

Zielgruppe

Bis 2014 B2C ab 2014 B2B

Besucher

Fachbesucher aus Vertrieb und Marketing, dem Finanzbereich sowie der Banken- und Versicherungsbranche

Ort

Messegelände Hannover

Öffnungszeiten

täglich von 9 bis 18 Uhr

Partnerland

Schweiz

Besucher

200.000

Aussteller

3.300

Länder

70

Beginn

seit 1986 in jedem ersten Quartal

Ausstellungsfläche

200.000 Quadratmetern

Hallen

23 von 27

Nächste Termin

CeBIT 2017, 20. - 24. März

Motto

„Global Event for Digital Business“

Motto für 2016

d!conomy: join – create – succeed.

Themen

http://www.cebit.de/de/ausstellung/themen/

·      Digital Business Solutions

·      ECM, Input / Output Solutions

·      Marketing & Sales Solutions

·      ERP, HR, BI & Commerce

·      Research & Innovation

·      Business Security

·      Public Sector Parc

·      Startups & Developer

·      Datacenter Dinamics at CeBIT

·      IoT Solutions

·      Communication & Networks

·      Planet Reseller

·      Global Sourcing Area

Neuheiten auf der Messe

http://www.cebit.de/de/ausstellung/aussteller-produkte/produktneuheiten/produktneuheiten-2016.xhtml

 

Ausstellungen

mehr als 500 konkrete Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Digitalisierung und dem Internet der Dinge

Tickets

cebit.de/de/tickets/

Eigene Erfahrungen

Als wir bei der Messe am Freitag ankamen, war die Stimmung bereits entspannt. Die meisten Präsentationen waren abgehalten, die meisten Kunden und mögliche Kooperationspartner besucht, die Fragen der Interessenten beantwortet. Aber wie es so schön heißt „es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist“. Viele Unternehmen unterschätzen die Wichtigkeit der permanenten Einsatzbereitschaft auf solchen trendsetzenden Veranstaltungen, wie der CeBIT. Ich hatte die Gelegenheit die Messepräsenz aus zwei Perspektiven zu beobachten – vor einigen Jahren als Repräsentantin eines Unternehmens und dieses Jahr als Besucherin.

Eigene Erfahrungen aus Sicht eines Ausstellers

Aus dieser Perspektive kann ich nur sagen, dass allein die Präsenz nicht alles ist. Wenn man eins aus den Veranstaltungen gelernt hat, bei denen man persönlich betroffen war, dann, dass es ohne gute Vor- und Nachbereitung nicht funktioniert. Was wichtig ist um eine gute Figur zu machen, ist nicht nur sich anzumelden und das Geld zu überweisen, sondern in der ersten Linie, dass man sich Ziele setzt. Man muss sich im Klaren darüber sein, was man erreichen will - wieso man überhaupt dahingeht und es gilt, die eventuelle Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen. Als zweites ist es wichtig, die Zielgruppe zu kennen und diese mit den richtigen Kommunikationsmaßnahmen an Bord zu holen und für die eigenen Produkte zu begeistern. Und wenn man diese schon auf die eigenen Produkte aufmerksam macht, dann aber auch richtig – mit Infomaterial und einem Wow-Effekt.

Eigene Erfahrungen aus Sicht eines Besuchers

Als Gast kann ich nur sagen, dass nicht alle Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht haben. Man muss schon sagen, die CeBIT zu besuchen ist ein Erlebnis, das sich für jeden lohnt, der sich zu den Technikbegeisterten zählt. Leider entstand manchmal der Eindruck, dass nicht alle Mitarbeiter von Seiten der Aussteller diese Begeisterung geteilt haben. Bei den einfachsten Fragen, wie z. B. „Wieso ist Ihr Produkt besser als die Lösung von der Konkurrenz und was bietet es mehr im Vergleich zu den Main-Stream-Lösungen“ haben nicht alle eine Antwort parat. Man fragt sich, wie wollen die das Produkt verkaufen, wenn die sich nicht die Mühe gemacht haben, über den Tellerrand zu schauen und sich ein Bild von der Position der eigener Produkte auf dem Markt zu machen. Mit solchen Erfahrungen waren wir leider nicht als einzige konfrontiert, wie sich durch Gespräche mit anderen Besuchern herausstellte.

Als Besucher kommt man zu der Messe in einer eher passiveren Rolle, um sich begeistern lassen. Aber auch hier erhält man ohne entsprechende Vorbereitung nicht einmal halb so viele Eindrücke, da einen die Masse an Ständen schnell überfordern kann. Zum Teil sind die Themen, die einen interessieren, nur schwer zu finden, da die Unternehmen sich selbst nicht gut in Szene setzen können. Zum Glück gibt es in eigentlich jeder Halle Informationsstände, die einem beim Finden helfen.

Wir waren vorbereitet – haben die für uns interessanten richtigen Stände gecheckt, nach den Firmen recherchiert, die CeBIT-App installiert und waren perfekt gerüstet und bereit über jede neue Entdeckung zu twittern, facebooken und instagrammen. Und unsere Erwartungen wurden übertroffen.

Fotostrecke

Hier haben wir für Euch eine kleinen Fototour zusammengestellt.

Die Telekom hat mit ihrem Motto 500 Quadratmeter der Digitalisierung eine Modeshow für intelligente Kleidung und Hightech-Design jeden Besucher in ihren Bann gezogen und nicht nur die Augen technikbegeisterter Besucher glänzen lasen.
CeBIT2016 #Telekom-Stand

Intel hat eine Methode entwickelt, wie Sie Ihren Golf-Abschlag mit Hilfe einer Smartwatch digitalisieren, analysieren und anhand von aufgenommenen Daten optimierten können.

CeBIT2016 #Intel-Golfplatz-Stand

Bei locomotionVR konnte man sogar fliegen lernen oder zumindest ein Gefühl dafür zu bekommen, wie es ist, einmal in der Haut von Harry Potter zu stecken und auf dem Besen durch Hogwarts zu fliegen. Und das war nur einer der vielen Gelegenheiten, die Realität um sich zu herum vergessen und in die virtuelle Welt abzutauchen.

CeBIT2016 #locamotionVR 3D-Virtuelle-Realität

CeBIT2016 #Tesla - das elektrische Auto

Der Tesla, der Wegbereiter unter den elektrischen Autos oder auch das schnellste Boot der Welt (das kaum auf das Foto passte), wurden ebenso ausgestellt. Die Zukunft scheint bereits jetzt angekommen zu sein und auf der CeBIT war man mittendrin.

CeBIT 2016 - das schnellste Boot

 

Die Roboter-Entwicklung macht die Messe mit Sci-Fi-Filmen vergleichbar. Die können tanzen, sich mit Menschen unterhalten und sogar die Emotionen interpretieren. Und auch die waren auch traurig, als die Messe vorbei war.CeBIT2016 #Roboter, der auf die Emotionen reagiert

Unser Fazit

Die Mensch-Technik-Kommunikation kennt schon jetzt fast keine Grenzen mehr, da Roboter bereits heute schon menschliche Emotionen erkennen können und entsprechend darauf reagieren. In manchen Fällen funktioniert dies leider schon besser als die Mensch-Mensch-Kommunikation.

Meldungen aus den Medien zur Digitalisierung vor und nach der Messe

Deutschland sei zwar auf gutem Wege, doch laut einem Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) im internationalen Vergleich nur Mittelmaß, sagt Bendiek. Bei den großen Unternehmen sei das Bewusstsein für den derzeitigen Handlungsdruck durch die Digitalisierung zumindest unter den Entscheidern stark ausgeprägt. Kleine und mittlere Unternehmen hinkten in Sachen digitaler Innovation jedoch weit hinterher. Dabei werde für die kommenden Jahre eine Wertschöpfung von rund 15 Billionen Dollar (rund 13,3 Milliarden Euro) erwartet. "Das ist ein gigantisches Potenzial."

Für Kühmayer hängt die Fähigkeit eines Unternehmens, sich zu digitalisieren, weniger von der Technologie ab als stärker von der Kultur. Digitale Exzellenz sei Führungsaufgabe.

http://www.cio.de/a/microsoft-zeigt-beispiele-fuer-digitalisierung,3224905

 

Dass Unternehmen durchaus von der Digitalisierung profitieren, belegt eine Studie des Digitalverbandes Bitkom. Demnach gaben 79 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, dass sich durch die Digitalisierung die Kommunikation mit Kunden verbessert hat. Auch der Informationsaustausch zwischen Mitarbeitern laufe nun deutlich besser, sagten 75 Prozent. Fast zwei Drittel der Vorstände und Geschäftsführer gaben zudem an, dass ihr Unternehmen als Folge der Digitalisierung flexibler agiert, und rund 55 Prozent verzeichnen eine höhere Effizienz.

http://www.computerwoche.de/a/digitalisierung-macht-spass,3225604?xing_share=news

 

Ein gelungenes Beispiel auf dem Weg in die digitale Transformation liefert BMW. Der Autobauer hat im April vorigen Jahres den Bereich "Digital Services und Geschäftsmodelle gegründet". Etwa 150 Mitarbeiter entwickeln neue digitale Dienste, und zwar komplett losgelöst von der klassischen Fahrzeugentwicklung. Diese Cloud-Dienste unterstehen dem Aftersales-Vorstand, nicht dem Entwicklungschef. Zukunftsforscher Kühmayer deutet dies als positives Zeichen dafür, dass BMW die zu entwickelnden Dienste als Kundenservice sieht, nicht als technischen Bestandteil eines Autos.

Weitere Messen-Highlights

  1. Vodafone warb bei der Technikmesse nicht nur für die Entwicklung eines schnelleren Mobilfunknetzes (10 GB pro Sekunde!), sondern schaltete auch Voice Over LTE für das gesamte Netzwerk frei. Dazu plant das Unternehmen mit "SecureMail" einen sicheren eMail-Dienst, bei dem die Nutzer dank eines Plugins über Smartphone-Apps wie Outlook Nachrichten verschicken können.
  2. Der Hersteller AOC liefert seinen Monitor G2460PQU und verspricht damit ruckelfreies Zocken - das Produkt kommt mit einer 144-Hertz-Technik, 1 Millisekunde Reaktionszeit und einem zusätzlichen USB-3.0-Verteiler daher.
  3. PlentiMedia lieferte den Kühlschrank mit LCD-Display: Er hat einen 46 Zoll-Bildschirm und kann auf seiner transparenten Glastür Bilder oder Videos zeigen. Das Produkt fasst 350 Liter und kostet um die 5.500 Euro.
  4. Das Sicherheitsunternehmen Secusmart hat sich mit Samsung zusammengetan und präsentierte verschlüsselte Tablets: Secusmart lieferte dafür die dazugehörige Krypto-Software und garantiert dadurch sicheren Datentransfer. Das Tablet für Datenschützer soll hierzulande 2.200 Euro kosten.
  5. Eine neue Art von Kamera bietet Blaupunkt: Die DVR BP 2.0 FHD wiegt zwar nur 50 Gramm, bietet aber einen 2-Zoll-Display, eine 5-Megapixel-Weitwinkellinse und Bewegungssensoren. Die Sportcam zeichnet zudem Videos in in Full-HD-Lösung auf. Das Modell kostet rund 60 Euro.
  6. BenQ stellte auf der Messe seinen neuesten Beamer vor: Das stolze Teil ist mit 1.249 Euro zwar nicht gerade günstig, kommt aber mit Wireless-Übertragung, einer Bilddiagonalen von bis zu 8,25 Metern und einer 3D-Funktion daher. Die 3D-Brille ist im Lieferumfang übrigens mit dabei.
  7. Hannspree stellte sein neues "Hannspad SN14T72B" vor: Das Tablet ist mit 1 Kilogramm zwar nicht gerade leicht, bietet aber einen Quad-Core-Chip mit 1,6 Gigahertz Taktung, 2 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, eine Dual-Camera und zwei Lautsprecher.
  8. Der kleine Akku für die Handtasche: Trekstor stellte seinen kreditkartengroßen Power-Akku 2500 vor. Nur 60 Gramm schwer, hat das Produkt sogar ein USB-Kabel integriert. Für iPhone-Nutzer gibt es einen Adapter - das Ganze kostet ca. 20 Euro samt Ledertasche.
  9. Eigene Avatare erstellen für Computerspiele, Imageexperimente, Modedesign und vieles mehr

 

Na, war auch für Sie etwas Interessantes dabei? Vielleicht entdecken Sie die wichtigsten IT-Trends für die digitale Geschäftswelt hier

http://www.cebit.de/de/ausstellung/aussteller-produkte/produktneuheiten/produktneuheiten-2016.xhtml

http://www.cio.de/a/cebit-organisatoren-ziehen-positives-fazit-bitkom-appell-an-politik,3225395,2

 

Wenn Sie noch mal in die Atmosphäre der Messe eintauchen wollen, dann hilft Ihnen das folgende Video vielleicht dabei.

Schlusswort

Die Bundeskanzlerin fordert mehr Tempo

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel verschaffte sich bei ihrem Rundgang am Messe-Dienstag ein persönliches Bild von der CeBIT und den Chancen der Digitalisierung. Sie forderte mehr Tempo.

"Die Zeit drängt", betonte sie. "Die Verschmelzung heutiger Angebote mit dem Internet müsse schneller kommen – denn das Potenzial für mehr Effizienz sei groß."

Wir stimmen da mit unserer Angi überein und hoffen, dass wir im nächsten Jahr die Ausstellung mit ruhigen Gewissens CeBYTE oder gar vielleicht sogar CeGBIT nennen dürften 🙂

Falls Sie auch auf der CeBIT waren, würden wir uns freuen, wenn Sie ihre Erfahrungen aus der Messe mit uns teilen würden.

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