Eurodetag 3. Juli 2016

Wir - Aix ABC | Unternehmenskommunikation 2.0 -  sind aus Aachen und stolz darauf,  ein Teil der Kultur, der Geschichte und des Lebens hier zu sein. Unser Unternehmen ist fest verwurzelt in der Euregio, die wir stets als Quelle unserer Inspiration sehen. So gab uns auch der vor kurzem stattgefundene Eurodetag neue, kreative Impulse.

In dem niederländischen Hotel Rolduc hatten mein Partner Norbert und ich zufällig einen Flyer vom Eurodetag entdeckt:  Am 3. Juli 2016 fand in Holland (10 km von Aachen und 1 m von Herzogenrath entfernt) und Deutschland ein Fest statt. Dabei wurde dieses Fest auf drei Veranstaltungsorte verteilt: Abtei Rolduc, Alte Wassermühle und Burg Rahe. Dieser Flyer machte uns neugierig.

Nach einem herzhaften Frühstück  starteten wir deshalb am 3.Juli um 10 Uhr morgens in Richtung Herzogenrath. An der Abtei Rolduc angekommen wurden wir bereits vor dem Eingang von einigen Repräsentanten zeitgemäßer Kunst „begrüßt“:  Aus farbiger Plastikfolie gewickelt saßen in unterschiedlichen Posen Figuren verteilt auf dem Gelände der Abtei.

Abtei Rolduc

Die Abtei ist als Teil des Weltkulturerbes der Unesco als eines der 100 schönsten  Architekturdenkmale Hollands eingetragen und beeindruckt durch die prachtvolle, aber nüchterne Architektur und 900 Jahre Geschichte. Das Gebäude wird heute noch genutzt von einer Akademie zur Priesterausbildung. Daher ist die Besichtigung des Inneren der Abtei nur an besonderen Tagen möglich. Was für ein Glück für uns, dass dies am Eurodetag der Fall war. Wenn Wände sprechen könnten, was für interessante und geheimnisvolle Geschichten hätten wir erfahren können, dachte ich mir, als wir die Installationen einer Kunstausstellung betrachteten. Danach besichtigten wir eine Kapelle, wo die sterblichen Überreste des Mönches, der den Grundstein der Abtei gelegt hat, ruhen. Das Bier, das in der Abtei gebraut wird, hat die Atmosphäre des mittelalterlichen Lebens in der Abtei vervollständigt.

Im Hof der Abtei Rolduc hat uns ein süßlicher Geruch zu einem gegenüberliegenden Gebäude geführt. Der Akazien-Honig direkt vom Imker aus der Region war ein zusätzliches Sahnehäubchen unserer Entdeckungstour. Wir haben ihn gekostet und direkt nach Hause mitgenommen, ebenfalls die besonders nach Honig duftenden Bienenwachskerzen, die Norbert eigenhändig aus Waben gedreht hat.

Die Wassermühle

Anschließend haben wir den Shuttle-Zug an uns vorbei ziehen lassen und brachen zur Baalsbruggermühle auf. Wie auf dem Plan angegeben, der in Holländisch und Deutsch verfasst war, brauchten wir ca 2,5 km bis zur Mühle. Auch ohne Wasserrad, das übrigens - so wie wir erfahren haben - spätestens nächstes Jahr restauriert und neu angebracht werden soll, ist die Mühle eine sehr schöne Sehenswürdigkeit mit einer tollen Geschichte. Wir konnten durch alle Räume bis ganz nach oben stöbern und uns anschauen, wie das Leben in so einem Bauwerk für eine Familie im Mittelalter aussah oder zumindest eine gute Annäherung daran (die moderneren Haushaltsgeräte konnten wir uns leicht wegdenken). Die Mühle ist tatsächlich noch in Betrieb und ein Müllermeister hat uns ihre Funktionsweise erklärt. Auch hier erstanden wir ein weiteres Souvenier: zwei Kilo des frisch gemahlenen Biomehls von Bauern der Region.

 

Burg Rode

Über kurz oder lang - einige Zeit, Regenschauer und Treppenstufen später - haben wir die Burg Rode in Deutschland erreicht. Diesmal haben uns lebendige Artefakte aus dem Mittelalter begrüßt. Die Menschen waren zwar aus unserer Zeit, aber man sah ihnen das nicht an. Kleidung, Sprache, Haltung und die ausgeführten Tätigkeiten gaben uns das Gefühl, in einem vierdimensionalen Mittelalter-Film mitzuspielen und wir waren dort die Gäste. Schwerter schwingend haben Ritter den kleinen Gästen die alte Kunst des Kampfes erklärt. Frauen färbten Stoffe mit Zwiebelschalen und ein Gelehrter arbeitete an einem Pergament.  Nur die Zuschauer mit Kaffee und Kuchen an den Tischen nebenan erinnerten uns daran, wo (und in welchem Jahrhundert) wir gerade waren.

Zusammengefasst

Trotz des stark wechselnden Wetters und des insgesamt 15 km-Marsches (eigentlich sollten es 5 km sein, anscheinend sind wir irgendwo vom Weg abgekommen) fühlten wir uns gut. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag und auf jeden Fall einen Ausflug wert. Wir konnten uns bei den Festivitäten gut aus dem Alltag befreien und Energie für unsere weitere Markt-Eroberung tanken. Leider haben wir aber nicht alles geschafft zu besuchen, was wir geplant haben. Im nächsten Jahr sind wir dann bestimmt wieder dabei. 🙂

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